Egal, ob Du gerade erst in den Devisenmarkt einsteigst oder bereits Erfahrung gesammelt hast – hier findest Du fundierte Marktanalysen, aktuelle Einblicke und verständlich aufbereitetes Wissen rund um den Forex-Handel. Unser Ziel ist es, Dir zu helfen, Entwicklungen besser einzuordnen und Zusammenhänge klarer zu erkennen. Bleib informiert, vertiefe Dein Verständnis und erweitere Schritt für Schritt Deine Handelskompetenz.
Viele Einsteiger glauben, dass erfolgreiche Trader eine extrem hohe Trefferquote haben müssen.
70 %, 80 % oder sogar 90 % Gewinntrades – so stellen sich viele profitables Forex Trading vor.
Die Realität sieht anders aus:
Zahlreiche professionelle Forex Trader sind langfristig profitabel – mit Trefferquoten von nur 40–50 %.
Der Grund: Trefferquote allein sagt nichts über Erfolg aus.
In diesem Beitrag erfährst du, was die Trefferquote wirklich bedeutet, wie du sie korrekt berechnest und wie sie im Zusammenspiel mit CRV, Risikomanagement und Strategie funktioniert.
Die Trefferquote (auch Winrate genannt) beschreibt den prozentualen Anteil deiner Gewinntrades an allen Trades.
Die Formel ist einfach:
Trefferquote = (Gewinntrades ÷ Gesamtanzahl der Trades) × 100
📘 Beispiel:
Du hast 100 Trades gemacht, davon waren 45 profitabel.
→ Deine Trefferquote beträgt 45 %.
Wichtig:
Die Trefferquote sagt nur aus, wie oft du gewinnst – nicht wie viel du gewinnst.
Ein häufiger Anfängerfehler ist es, um jeden Preis die Trefferquote zu erhöhen.
Das führt oft zu schlechten Trading-Entscheidungen.
Beispiel:
Kleine Gewinne schnell mitnehmen
Verluste laufen lassen
Stop-Loss verschieben
Das Ergebnis:
Hohe Trefferquote – aber unprofitables Konto.
📘 Praxisbeispiel:
Ein Trader gewinnt 8 von 10 Trades, verliert aber bei den 2 Verlusttrades jeweils deutlich mehr als er bei den 8 Gewinnern verdient hat.
Trotz 80 % Trefferquote ist das Ergebnis negativ.
Die Trefferquote entfaltet ihre Bedeutung erst im Zusammenhang mit dem Chancen-Risiko-Verhältnis (CRV).
Niedriges CRV → hohe Trefferquote nötig
Hohes CRV → niedrigere Trefferquote ausreichend
📘 Beispiele:
CRV 1:1 → mindestens 50 % Trefferquote notwendig
CRV 2:1 → ca. 34 % Trefferquote reicht
CRV 3:1 → bereits ~25 % Trefferquote kann profitabel sein
Das zeigt:
➡️ Du musst nicht oft gewinnen – du musst richtig gewinnen.
Die „perfekte“ Trefferquote gibt es nicht.
Sie hängt stark ab von:
Trading-Stil (Scalping, Daytrading, Swing Trading)
Marktbedingungen
Zeitrahmen
Strategie
Scalping: 55–70 %
Daytrading: 45–60 %
Swing Trading: 30–50 %
👉 Wichtig:
Eine niedrige Trefferquote ist kein Problem – solange dein CRV stimmt und dein Risikomanagement sauber ist.
Es geht nicht darum, jede Bewegung mitzunehmen, sondern bessere Trades auszuwählen.
Weniger Trades
Klare Setups
Saubere Marktstruktur
Trend-Trades haben statistisch eine höhere Trefferquote als Gegentrend-Trades.
Warte auf Bestätigung (z. B. Marktstruktur, Candlestick-Signale).
Nur durch Backtesting weißt du, wie hoch deine reale Trefferquote ist – und ob sie ausreicht.
Viele Trader sabotieren ihre Performance durch falsches Denken:
❌ Fokus nur auf Gewinnen, nicht auf Risiko
❌ Verluste aussitzen, um die Trefferquote „schön“ zu halten
❌ Strategie ständig wechseln
❌ Emotionale Trades nach Verlusten
👉 Merke:
Eine gesunde Trefferquote entsteht durch Disziplin, nicht durch Zwang.
Menschen hassen Verluste – selbst kleine.
Deshalb fühlen sich Strategien mit vielen Gewinntrades „besser“ an, auch wenn sie langfristig schlechter sind.
Professionelle Trader denken anders:
Sie akzeptieren Verluste
Sie denken in Serien
Sie bewerten Ergebnisse statistisch
Die Trefferquote ist ein Bestandteil erfolgreichen Forex Tradings, aber nicht der wichtigste.
Erst im Zusammenspiel mit:
sauberem CRV
konsequentem Risikomanagement
getesteter Strategie
emotionaler Disziplin
wird sie zu einem echten Erfolgsfaktor.
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Risikohinweis:
Der Handel mit Devisen (Forex) ist mit erheblichen Risiken verbunden und eignet sich nicht für jeden Anleger. Aufgrund von Hebelwirkungen können sowohl Gewinne als auch Verluste stark ausfallen. Bitte stellen Sie sicher, dass Sie die Funktionsweise des Forex-Marktes vollständig verstehen und nur Kapital einsetzen, dessen Verlust Sie sich leisten können. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Dieser Blogartikel stellt keine Anlageberatung dar.
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