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CRV im Trading verstehen: So nutzt Du das Chancen-Risiko-Verhältnis richtig

CRV im Trading verstehen: So nutzt Du das Chancen-Risiko-Verhältnis richtig

Erfolgreiches Trading hängt nicht nur davon ab, wie oft Du gewinnst – sondern wie viel Du im Verhältnis zu Deinem Risiko gewinnen kannst. Genau hier kommt das Chancen-Risiko-Verhältnis (CRV) ins Spiel.
Wenn Du das CRV verstehst und konsequent anwendest, kannst Du selbst mit einer moderaten Trefferquote profitabel handeln.

In diesem Artikel lernst Du verständlich und praxisnah, was das CRV ist, wie Du es berechnest und wie Du es gezielt im Forex-, Aktien- und Krypto-Trading einsetzt.


1. Was ist das Chancen-Risiko-Verhältnis (CRV)?

Das CRV beschreibt das Verhältnis zwischen dem potenziellen Gewinn (Chance) und dem möglichen Verlust (Risiko) eines Trades.

Die einfache Formel lautet:

CRV = möglicher Gewinn ÷ möglicher Verlust

📘 Beispiel:

  • Risiko (Stop-Loss): 50 Pips

  • Gewinnziel (Take-Profit): 150 Pips
    CRV = 3:1

Das bedeutet: Du riskierst 1 Einheit, um 3 Einheiten zu gewinnen.

Trade Beispiel


2. Warum das CRV im Trading so entscheidend ist

Viele Anfänger konzentrieren sich ausschließlich auf die Trefferquote. Das ist ein Fehler.
Denn selbst mit einer Trefferquote von nur 40 % kannst Du profitabel sein – wenn Dein CRV stimmt.

Ein gutes CRV sorgt dafür, dass:

  • einzelne Gewinne mehrere Verluste ausgleichen

  • Dein Konto langfristig wächst

  • Du emotional ruhiger handelst

📘 Rechenbeispiel:

  • 10 Trades

  • 4 Gewinner mit CRV 2:1

  • 6 Verlierer
    → Ergebnis: Trotz mehr Verlusten insgesamt profitabel


3. Welche CRV-Werte sind sinnvoll?

Es gibt kein „perfektes“ CRV – aber klare Richtwerte:

  • CRV 1:1 → meist zu niedrig (kaum Puffer für Fehler)

  • CRV 1,5:1 → Mindestwert für viele Strategien

  • CRV 2:1 oder höher → sehr solide Grundlage

  • CRV 3:1+ → attraktiv, aber oft schwerer zu erreichen

👉 Faustregel für Anfänger:
Starte mit einem CRV von mindestens 2:1.


4. Wie Du das CRV im Chart richtig bestimmst

Ein korrektes CRV entsteht nicht zufällig – es basiert auf Marktstruktur.

Entry, Stop-Loss und Take-Profit sauber setzen

  • Stop-Loss: logisch hinter Support/Resistance oder Swing-Punkten

  • Take-Profit: an realistischen Zielzonen, nicht nach Wunschdenken

📘 Beispiel:
Du gehst Long an einem Support.

  • Stop-Loss: unter dem letzten Tief

  • Take-Profit: an der nächsten Resistance
    → Ergibt ein natürliches CRV von 2:1


5. CRV und Trefferquote – das perfekte Zusammenspiel

CRV und Trefferquote gehören zusammen. Entscheidend ist der Erwartungswert Deiner Strategie.

  • Hohes CRV → niedrigere Trefferquote ausreichend

  • Niedriges CRV → sehr hohe Trefferquote nötig

📘 Beispiel:

  • CRV 3:1 → schon ~30 % Gewinntrades können reichen

  • CRV 1:1 → Du brauchst über 50 % Trefferquote

CRV im Trading


6. Häufige CRV-Fehler von Anfängern

Viele Trader sabotieren ihr eigenes CRV – oft unbewusst:

❌ Take-Profit zu früh schließen
❌ Stop-Loss verschieben („der Markt kommt zurück“)
❌ Trades ohne klares Ziel eröffnen
❌ Emotionale Entscheidungen statt Planung

👉 Merke:
Ein gutes CRV bringt nur etwas, wenn Du es konsequent einhältst.


7. Fazit: Das CRV ist Dein langfristiger Erfolgshebel

Das Chancen-Risiko-Verhältnis ist eine der wichtigsten Kennzahlen im Trading.
Es entscheidet darüber, ob Du auf Dauer profitabel bist – unabhängig davon, wie oft Du richtig liegst.

Wenn Du lernst:

  • vor jedem Trade Dein CRV zu berechnen

  • nur Setups mit gutem Verhältnis zu handeln

  • und diszipliniert zu bleiben

dann hast Du einen enormen Vorteil gegenüber den meisten Marktteilnehmern.


Risikohinweis:

Der Handel mit Devisen (Forex) ist mit erheblichen Risiken verbunden und eignet sich nicht für jeden Anleger. Aufgrund von Hebelwirkungen können sowohl Gewinne als auch Verluste stark ausfallen. Bitte stellen Sie sicher, dass Sie die Funktionsweise des Forex-Marktes vollständig verstehen und nur Kapital einsetzen, dessen Verlust Sie sich leisten können. Vergangene Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse. Dieser  Blogartikel stellt keine Anlageberatung dar.

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